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Dr. Heinz Fischer - Multisportler Bundespräsident? |
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22.04.2004
| Allgemeines
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Mit Dr. Heinz Fischer würde Österreich den bisher sportlichsten Bundespräsidenten der Geschichte bekommen. "SPORT - in Österreich" stellt ihn vor.
Ein Multisportler für das höchste Amt im Staat Dr. Heinz Fischer, 2. Präsident des Nationalrates, ist bereits seit 32 Jahren Vorsitzender der „Österreichischen Naturfreunde“, einer Teilorganisation der ASKÖ. Er betätigt sich aber nicht nur als Bergsteiger und Wanderer, sondern ist in vielen Sportarten daheim. Über Wildwasserkanu, Skilauf, Fußball, Radfahren und Tischtennis weiß er nicht nur theoretisch Bescheid, sondern übt bzw. übte sie viele Jahre selbst aus. Der Bundespräsidentschaftskandiat ist ein Mann der Tat, wie der folgende Beitrag aus der letzten Ausgabe der ASKÖ-Zeitschrift "SPORT- in Österreich" beweist. Er zeigt damit auf, dass er vom Sport eine Menge versteht und dem Sport helfen würde.
Wie steht der Präsidentschaftskandidat zum Sport? „Ich halte Sport und sportliche Betätigung für eine ganz, ganz wichtige Sache. Sport ist nicht nur für die körperliche Entwicklung von Kindern, Mädchen und Burschen bzw. Frauen und Männern bis ins Pensionsalter von großer Wichtigkeit. Sport lehrt die Menschen darüber hinaus Teamwork, stärkt den Charakter, ist für die Willensstärke und die Ausdauer von Bedeutung und ganz besonders kann man im Sport auch Fairness lernen und praktizieren. Man bekommt einen Anschauungsunterricht, wie es ist, wenn Fairness fehlt oder gegen Fairness verstoßen wird. Fast bin ich versucht zu sagen, nicht nur die Politik, sondern auch der Sport braucht ein Gewissen. Ich habe mich von meiner Kindheit bzw. von meiner Schulzeit an immer sehr aktiv und engagiert sportlich betätigt. So habe ich mit Begeisterung Fußball gespielt (viele Jahre beim Hietzinger Unterliga-Verein ASV 13), und stand während meiner Bundesheerzeit in der Auswahl der Trostkaserne. Ebenso war ich natürlich in der Parlamentsmannschaft ‚FC Parlament‘ aktiv tätig. Aber auch der Tischtennissport war ein beliebtes Hobby, wobei ich sogar einmal die Mittelschulmeisterschaft gewonnen habe und erst kürzlich – mit großem Spaß – wieder einen Tischtennisschläger auf der ASKÖ-Anlage in Wien-Schmelz benützte. Ebenso gerne fahre ich Ski, liebe Bergtouren und Bergwandern und spielte oft Tennis. Geradezu selbstverständlich liebe ich die Grundfortbewegungsarten Schwimmen und Radfahren und halte mich mit Gymnastik fit. Natürlich würde ich als Bundespräsident meine Begeisterung für den Sport beibehalten und sicher Gelegenheit haben, zu der einen oder anderen Thematik für den Sport einzutreten. Welchen Stellenwert hat der Sport in der Gesellschaft? Der gesellschaftliche Stellenwert des Sports ergibt sich aus dem, was ich zur vorherigen Frage geantwortet habe. Hinzufügen möchte ich noch, dass eine aktive Sportausübung von möglichst vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern natürlich auch für die Gesundheit unserer Mitmenschen von Bedeutung ist. Und dies kann man sicher auch als Beitrag zur Einsparung der Kosten für Krankentage, Heilmittel, Unfallkosten und zur Entlastung der Sozialversicherungen sehen. Außerdem bündelt der Sport Engagement und Begeisterungsfähigkeit vor allem jüngerer Menschen, lenkt sie in eine sinnvolle und willkommene Entwicklung und trägt damit bei, dass überschüssige Energien nicht in destruktiver, ja vielleicht sogar aggressiver bzw. sozial schädlicher Weise abreagiert werden, z.B. in Drogensucht. Und wie könnte sich der Sport verstärkt in die Gesellschaft einbringen? Ich glaube, dass der Sport schon heute sehr bemüht ist, sich aktiv in die Gesellschaft und in die gesellschaftliche Entwicklung einzubringen. Viele Sportorganisationen - und ganz besonders natürlich die ASKÖ - leisten dabei wertvolle Arbeit. Aber es würde nicht schaden, wenn auch die Bundesregierung die Bedeutung des Sportes noch mehr unterstreichen und anerkennen würde. Und zwar nicht nur in Form von mündlichen Äußerungen und lobenden Worten, sondern ebenso durch aktives Handeln. Personen, die als Vorbilder in diesem Sinne wirken, sind daher von besonderer Bedeutung. Und wie steht Dr. Fischer zum Spitzen-, Gesundheits- und Schulsport? Manchmal habe ich festgestellt, dass es hitzige Diskussionen zwischen Vertretern des Breiten- und des Spitzensportes gibt. Ich persönlich meine jedoch, dass man diese beiden Bereiche nicht gegeneinander setzen soll, sondern dass sie zusammengehören. Ich denke, dass man dies auch in der ASKÖ so sieht. Spitzensport setzt eine breite Basis voraus und daher ist der Breitensport geradezu eine Voraussetzung für den Spitzensport - vielleicht von einzelnen Ausnahmen abgesehen. Auf der anderen Seite sind Spitzensportler – ich denke dabei an Skifahren, Tennis, Fußball, jüngst auch durch Werner Schlager im Tischtennis – unersetzbare und unbezahlbare Animateure, Vorbilder und Wegbereiter für eine breite Sportausübung. Wir brauchen also beides und in weiterer Folge die Verbindung vom Breiten- zum Gesundheitssport. Ein besonderes Kapitel ist der Schulsport. Ich erinnere mich mit Vergnügen und Dankbarkeit daran, dass in meiner Schulzeit, wo ein damaliger Rekordhalter im Stabhochsprung mein Turnprofessor war, der Turnunterricht ein besonderes Vergnügen und für uns Buben eine besondere Attraktion war. Wahrscheinlich ist für viele Kinder der Schulsport bzw. der Turnunterricht der Motor und Anstoßgeber für sportliche Betätigung. Daher bedaure ich es, wenn ich feststellen muss, dass in jüngster Zeit beim dass in jüngster Zeit beim Schulsport der Unterschied zwischen schönen Worten und weniger schönen Taten besonders groß geworden ist. Wir sollten eine sehr breite und große Koalition der Anhänger des Schulsportes bilden und Kürzungen der Schulstunden im Bereich der sportlichen Betätigung mit großem Nachdruck bekämpfen. Im Übrigen darf ich der ASKÖ für ihre jahrzehntelange, wertvolle und verlässliche Tätigkeit herzlich danken, insbesondere allen Funktionärinnen und Funktionären, Trainerinnen und Trainern, Lehrwarten etc. und wünsche auch für die Zukunft den allerbesten Erfolg!
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